nächste Ereignisse

Eine solch attraktive Räuberbande hat man selten gesehen! Eher noch nie. Dazu intelligent (Politikstudentin, Sozialpädagogin, Computerexpertin, etc.) und unterwegs im Zeichen der Bedürftigen. Jedenfalls, wenn es nach Charlotte Moor, dem Kopf der ungleichen Truppe, geht.

Eigentlich sollte Charlotte ein Karl werden, ihre Schwester Franziska ein Franz – wie in Schillers ca. 250 Jahre alten Vorlage „Die Räuber“. Im Original des deutschen Dramatikers sind sich die Geschwister nicht grün. In der modernen Fassung von Marlene Skala, die die Elftklässler des Kurses „Darstellendes Spiel“ am vergangenen Freitag aufgeführt haben, ist es ebenso: Die jüngere Franziska ist die Eifersüchtige, die sich um den Vater kümmert, jedoch die Ungeliebte gibt und Charlotte alles neidet, selbst ihren Verflossenen Volker. Den will sie haben! Und sei es mittels einer Scheinehe. Volkers Herz hängt jedoch an der großen Schwester, die inzwischen unter die Hausbesetzer gegangen ist.

Und so kommt es, dass er sich ihretwegen in Gefahr begibt. Auf Lottes Bitte, inzwischen Raub und Mord auf dem Gewissen, organisiert er für sie und ihre Mädels neue Kleider, einen Fluchtwagen und am Ende nützt es doch alles nichts. Das Gute hat gesiegt. Lennard Berndt hat sie alle überführt. In drei verschiedenen Outfits: als Tagesschausprecher, Kommissar und Polizist. Und jedes Mal, wenn er mit einer anderen Jacke auf die Bühne kam und so überaus sympathisch spielte, ging ein verzücktes Grinsen durchs Foyer.

Doch nicht nur Lennards Flexibilität war bemerkenswert. Stine Illner alias Nelly Fuchs, Mitglied der Räuberbande/Schauspielerin, rezitierte fortwährend aus den originalen „Räubern“. Und das zwei Stunden lang. Großartig! Franziskas Rolle teilten sich Jette Arendt und Kim Fresino. Beide spielten die jüngere Schwester mit einem so passenden Trotz. Ebenso fantastisch die Rolle der Charlotte: Impulsiv, standfest, textsicher. Charlotte Fehrmann und Neele Golein verkörperten sie toll. Die weiteren Räuberinnen, Klarissa Eggert (E.T.), Nonna Gies (Schwarz), Carolin Ewert (Grimm), Milena Marx (Alice), Charlin Milke (Sam) und Marie Nitsch (Spiegel), standen den anderen in Nichts nach, spielten ausdrucksstark und sorgten für die nötige Action auf der Bühne (– Girls just wanna have fun!). Mädels: Chapeau! Apropos: Stilecht spielte Alexander Knoop den alten Mohr in Zylinder und Sakko und überzeugte ganz verträumt als Literat und hin- und hergerissener Vater („Beide Töchter zerren an mir! Sie reißen mich in Stücke!“). Als Dritter im männlichen Bunde spielte Christoph Drawz den Volker. Sehnsüchtig, verliebt, vermittelnd, kurz: liebenswürdig.

Zwei Semester lang lasen, erarbeiteten und probten die Schüler unter der Leitung von Herrn Brethack, dessen Arbeit das Stück so konzentriert und professionell machte. Für die nötige Stimmung sorgte Herr Hyatt, ehemaliger Lehrer am Gymnasium Dorf Mecklenburg, an den Lichtreglern und so gab es perfekte Szenenwechsel.

Was ist der langen Rede kurzer Sinn, würde Schiller fragen? Es war ein wunderbarer Abend. Vielen Dank!                                                                   

Fotos: C. Buchholz

 

 

 

Am Freitag ist es soweit: Die letzten Proben sind abgeschlossen, der 11er-Kurs „Darstellendes Spiel“ hat sich zwei Semester auf das Stück von Marlene Skala „Räuber. Schiller für uns“ vorbereitet und lädt am 24.03. ab 18.30 Uhr ins Foyer (Haus IV) der KGS Dorf Mecklenburg ein. 19.00 Uhr geht es dann los. Erwachsene zahlen 4 Euro, Schüler 3 – wenn es dann noch Karten gibt. Der Vorverkauf hat schon begonnen. Die Einnahmen und der Erlös aus Getränke- und Snackverkauf gehen in die Abikasse der 11. Klassen.

Wie heißt es im Mecklenburgischen Staatstheater vor jeder Premiere: Ein herzliches Toi Toi Toi für das Debüt!

 

Vor zwei Wochen begann für uns Schüler der Oberstufe die Reise zu unserer Partnerschule in Dänemark. Vor einem halben Jahr hatten wir sie zu uns nach Dorf Mecklenburg eingeladen, nun wurde es Zeit für einen Besuch in Hadsten. Wir alle wurden herzlich empfangen und kamen uns beim gemeinsamen Abendessen wieder näher.

Der zweite Tag brachte viele Überraschungen, z.B. das dänische Schulsystem, das im Vergleich zu unserem kaum unterschiedlicher sein kann: Moderne Technik und sogar ein Fitnessstudio gehören dort mit zum Schulalltag. Was uns schon früh aufgefallen war, ist, dass Kunst eine sehr große Rolle spielt. Aus diesem Grund besuchten wir unter dem Motto "No man is an island" das Kunstmuseum in Aarhus, der Kulturhauptstadt 2017. Auf dem Dach des Museums befindet sich ein Regenbogenpanorama, das die Stadt in ganz verschiedenen Farben und Facetten zeigt.

An was denken wir beim Wort Skandinavien? Natürlich an Wikinger. Genau um diese ging es im Moesgaard Museum, in dem wir, auch wieder mittels moderner Technik, die Entwicklung Dänemarks zur Wikingerzeit mitverfolgen konnten.

Neben dem straffen Programm blieb auch noch Zeit für gemeinsame Unternehmungen mit unseren dänischen Austauschschülern. Nicht nur wir gaben unsere Sprache an sie weiter, sondern lernten mit viel Spaß auch von ihnen einheimische Wörter.

Nach drei tollen Tagen fiel uns der Abschied schwer, da es für manche wahrscheinlich das letzte Wiedersehen war.

 Celin, Sasna, Gini und Gina

 

 

Ein neues Schulhalbjahr, ein neues Gesicht: In den kommenden 18 Monaten wird Tobias Bartels unser Kollegium verstärken und im Rahmen seines Referendariats die Fächer Sozialkunde und Philosophie am gymnasialen Zweig unterrichten.

 

„Ich freue mich auf den gemeinsamen Unterricht, interessante Gespräche und wünsche einen guten Start ins neue Schulhalbjahr!“

 

Darauf freuen wir uns auch und wünschen ihm eine schöne und erfolgreiche Zeit bei uns!

 

 

 

 

„Stell dir vor, es ist Krieg – nicht irgendwo weit weg, im Irak oder in Afghanistan, sondern hier, in Europa, mitten unter uns.“

Diesem Gedankenexperiment stellten sich die Schüler der vier 8. Klassen und sahen im Rahmen des Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ das Klassenzimmerstück „Krieg: Stell dir vor, er wäre hier.“ von Janne Teller.

Marvin Rehbock, Ensemblemitglied des Theaters Vorpommern, bringt den Schülern des Landes seit dem vergangenen Jahr in der Rolle eines 14-jährigen Deutschen durch einfachen Perspektivwechsel nahe, wie es sich anfühlen muss, wenn man nicht in Sicherheit und Wohlstand lebt, sondern in einem Flüchtlingslager. Dort bestimmen eine schlechte Versorgung und Mobbing das tägliche Leben des Protagonisten. Weil seine Familie keine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann er nicht zur Schule gehen, kein Arabisch lernen und keine Arbeit finden. Er fühlt sich als Mensch dritter Klasse, erlebt Ausgrenzung und Fremdenhass.

Ziel der Inszenierung ist es, das Verständnis für Flüchtlinge und Migranten zu stärken. Dafür setzt sich auch die Stiftung :do seit 2005 ein und fördert das Klassenzimmerstück. 

Den Schülern hat sehr gut gefallen, dass sie ins Schauspiel einbezogen wurden. So ist es den meisten auch gelungen, was das Stück erreichen will: sich in die Lage der Betroffenen zu versetzen und zu erfahren, wie wichtig Willkommensein und Willkommenheißen sind. Für dieses Verständnis sorgt neben Marvin Rehbock mit seiner tollen Arbeit auch unsere „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“-Gruppe um Sozialarbeiterin Steffi Boege, die diese Aufführung angeregt hat. 

Ein großes Dankeschön für diese tolle Veranstaltung geht an alle Beteiligten!   

 

 

 

 

 

„Die Verbundene Regionale Schule und Gymnasium“ lädt ein – so hieß es am vergangenen Sonnabend in der Ostseezeitung, auf Postern und Flyern.

Viele interessierte Eltern zukünftiger Fünft- oder Siebtklässler waren diesem Aufruf gefolgt, einige davon ehemalige Schüler, die ihr Abitur bereits an der Schule in Dorf Mecklenburg abgelegt hatten und nun das Gespräch mit ihren damaligen Lehrern suchten.

Traditionell begrüßten die Bläser der 5. Klassen die Gäste der Schule mit „Hallo, Bläserklasse“ und einigen weiteren Titeln. Dicht gedrängt im Foyer von Haus IV verfolgten Eltern, Großeltern, Lehrer sowie jetzige und künftige Schüler die charmanten Ausführungen von Frau Radtke zu diesem kleinen Programm. Alle Anwesenden waren wieder einmal sehr erstaunt, was die jüngsten Musiker bereits nach einem halben Jahr Unterricht an ihren Instrumenten leisten können.

Eröffnet wurde die Informationsveranstaltung von der Schulleiterin Frau Dr. Skodda. Herzlich lud sie alle Gäste zu einem Rundgang durch die Gebäude der Schule ein und war anschließend selbst mit einigen weiteren Mitgliedern der Schulleitung gefragte Gesprächspartnerin für die Eltern. Gleich nebenan stellte sich der Förderverein „Tisa-Schule e. V.“ vor und bot auf einem Basar Bücher an, die reichlich von Schülern und Eltern gespendet worden waren. Der Erlös kommt wie immer Schülern und Schulprojekten zugute, die der Förderverein unterstützt.

In den Klassenräumen gab es viel zu entdecken, zu staunen und zu lernen. Alle Lehrerinnen und Lehrer hatten ihre Räume mit viel Kreativität und Sorgfalt vorbereitet, jeder hätte es verdient, hier genannt zu werden. Großer Andrang herrschte im Chemieraum beim Zaubern mit „Zaubersteinen“ und bei der Herstellung von „schwarzen Raupen“. Ebenso rege war das Interesse in den Musikräumen, in denen die Blasinstrumente ausprobiert werden konnten und wo so Mancher ungeahnte Talente entdeckte. Auch in der Mehrzweckhalle ging es mit jetzigen und potenziellen Schülern bei einem Fußballturnier, das vom MSV organisiert worden war, hoch her.

Auch für das leibliche Wohl war gut gesorgt: Zur Finanzierung ihres bevorstehenden Abiballs verkauften Schülerinnen und Schüler der 12. Klassen selbst gebackenen Kuchen und Grillwürste. Auch das Schülercafé „Tisas“ stellte sich vor.

Fazit der Lehrer nach zwei Stunden: Viele Gespräche geführt, Kehle trocken, Bedürfnis nach Kaffee, alles gelungen.

(Ka./ Pe.)

 

Aktuell sind 1670 Gäste und 3 Mitglieder online

  • schule
JSN Boot template designed by JoomlaShine.com